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Teilnehmende und Leitung der Gedenkstättenfahrt
Teilnehmende und Leitung der Gedenkstättenfahrt

Rassismus entgegen stehen • 19.03.2018

Gedenkstättenfahrt in das Konzentrationslager Auschwitz

Vom 23. bis 27. März führen die Bielefelder Falken in Kooperation mit dem Arbeitsbereich der Sozialwissenschaften der Universität Bielefeld und der Martin-Niemöller-Gesamtschule eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz durch. Neben 31 Schüler*innen der Gesamtschule nehmen auch 15 Lehramtsstudierende der Universität sowie Lehrkräfte und Dozenten an der Fahrt teil.

Eine Fahrt an den Ort, der wie kein anderer für rassistisch und politisch motivierten Mord von Menschen steht, ist etwas anderes als eine Recherche im Internet oder die Auseinandersetzung mit dem Schulbuch.

Der Ansatz dieses Projekts liegt zum einen darin begründet, dass die politische Bildung in Nordrhein-Westfalen zu kurz kommt. Eine Bielefelder Studie der Universität Bielefeld zeigt, dass nur etwa 17 Minuten die Woche politische Themen im Klassenzimmer besprochen werden. Es besteht somit wenig Raum, um sich in angemessener Form mit dem Rechtsruck und den gesellschaftspolitischen Folgen auseinandersetzen zu können. Zum anderen soll politischer und historischer Unterricht für die Oberstufenschüler*innen erlebbar gemacht werden. So wird ihnen ermöglicht, sich inhaltich mit Fragen von Antisemitismus, jüdischer Geschichte und Gedenkkultur zu beschäftigen. Das Konzentrationslager in Auschwitz symbolisiert dabei wie kein anderer Ort die Folgen rassistischer Ideologien. Unsere Gesellschaft ist geprägt von Alltagsrassimus, dem soll entgegengewirkt und junge Menschen politisiert werden.
Die Planung und Leitung des Projekts liegt in den Händen aller Kooperationspartner. Maximilian Bender sowie Sebastian Feist (Vorstand SJD Die Falken), Mahir Gökbudak (Universität Bielefeld) und Dr. Lutz Spankeren (Rektor der Martin-Niemöller-Gesamtschule) sind sich einig, die Teilnahme an der Gedenkstättenfahrt muss auf einer freiwilligen Teilnahme basieren. Es soll keine angestaubte Gedenkstättenexkursion werden und es geht nicht darum, bloße Betroffenheit zu generieren. Sie ist eine Aufforderung, sich an der menschenwürdigen Gestaltung der Gesellschaft aktiv zu beteiligen und für humanitäre Werte einzutreten. Damit einhergehend sollen die Schüler*innen dazu befähigt werden, Geschichte zu verstehen und in der Gegenwart handeln zu können.
Obwohl die Teilnahme freiwillig und in den Ferien stattfindet, war das Interesse sowohl von der Studierenden- als auch von der Schülerseite hoch. In Vor- und Nachbereitungsseminaren werden die Teilnehmenden für den Besuch des Konzentrationslagers sensibilisiert und diskutieren über Rassismus und wie man diesem begegnen kann. Das Interesse der Schüler*innen soll geweckt werden, sie sollen eine Botschaft mitnehmen, welche bestenfalls Anschluss im Alltag der Jugendlichen findet. Sie selbst gehen mit Respekt und Unsicherheit an den Besuch in Auschwitz heran. Die Erwartungen sind von einer zwangsläufigen Erfurcht aus der vergangenen Geschichte geprägt. Sie berichten von voraussichtlich intensiven Erfahrungen, negativen Eindrücken und womöglich sogar einer Überwältigung der eigenen Emotionen. Ein Jugendlicher hebt aber auch hervor, dass genau darin ein Reiz und das persönliche Interesse besteht. Um die Schüler*innen in ihrem Erleben zu begleiten, sind die Workshops der Vor- und Nachbereitung unverzichtbar. Die Lehramtstudierenden können neben der politischen Erfahrung in Auschwitz bei dieser Fahrt gelernte theoretische Bezüge der Universität mit der Praxis vor Ort verknüpfen und diese vorbereitend für ihren späteren Beruf mitnehmen.


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