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Aktuell • 20.03.2019

Das JZ Niedermühlenkamp wird saniert

Das heutige Jugendzentrum Kamp, welches 1927 errichtet und 1928 als Kindergarten, Kinderhort und Jugendheim eröffnet wurde, gilt als das älteste Jugendzentrum Deutschland.

 

Wir Falken betreiben die Einrichtung seit 2002 als Kinder- und Jugendzentrum und wir freuen uns sehr, dass dieses Gebäude, welches sich in Besitz der Stadt Bielefeld (ISB) befindet, nun umfassend ertüchtigt und saniert wird. 

 

Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben wir im JZ Kamp – neben Anderen – geöffnet für: 

Angebote der Offene Kinder- und Jugendarbeit 

Treff- und Beratungsangebote für die junge LSBTIQ* Community 

Ferienspiele für Kinder und Teens

Jugendkulturarbeit wie z.B. Bandproberäume, Graffitiprojekte, Tonstudioarbeit

HipHop-Tanzprojekte

Feste und Veranstaltungen

geschlechtsspezifische Angebote

Mit dem benachbarten Helmholtz Gymnasium arbeiten wir seit langer Zeit eng zusammen und die Einrichtung wird von vielen unterschiedlichen Nutzergruppen als Treffpunkt geschätzt. 

 

Durch die Sanierung erhoffen wir uns – auch durch die barrierenarme Umgestaltung des Gebäudes – eine Erweiterung der aktuellen Angebotspalette, welche sich noch weiter in den Stadtteil und die Stadt hinein öffnet. 

Darüber hinaus sind wir der Überzeugung, dass die vielen jungen Besucher*innen, welche wir mit der Arbeit im JZ Kamp und darüber hinaus erreichen, es verdienen, sich in einer wertschätzenden Umgebung aufzuhalten. 

 

Ausweichquartier(e) während der Bauphase: 

Für die Zeit der Umbauphase werden wir unsere Arbeit im Ausweichquartier in der Oelmühlenstraße 61 (ehemaliger Bio Laden „Die Möhre“) weiterführen. Aktuell planen wir, die pädagogische Arbeit im JZ Kamp zum 25.03.19 einzustellen und am 09.04.19 im Übergangsstandort aufzunehmen. 

Mit dem Gebäude Oelmühlenstraße 61 konnte uns der ISB einen Standort in unmittelbarer Nachbarschaft vom JZ Kamp zur Verfügung stellen, welcher fußläufig gut für Kinder und Jugendliche aus dem Sozialraum zu erreichen ist. 

 

Unsere LSBTIQ* Projekte YAY und SCHLAU finden während der Umbauzeit ein neues Zuhause in unserem Jugendzentrum Falkendom (Meller Straße 77) und unser erfolgreiches Longboardprojekt „Boards Unite“ findet eine Zwischenheimat auf dem von uns gepachteten Halhof an der Talbrückenstraße 142. 

 

Darüber hinaus wird die Umbauphase des JZ Kamp genutzt, um eine – zunächst auf zwei Jahre ausgerichtete – Erprobungsphase des Projekts „Jugendbus“ durchzuführen. Neben mobilen Angeboten zur Kompensation während der Sanierungsphase wollen wir mit einem rollenden Jugendzentrum auch im ganzen Stadtgebiet Offene Angebote für Jugendliche anbieten. 

 

 

Beschreibung der Baumaßnahme:

Die Sanierung wird durch das Bielefelder Architekturbüro Brewitt betreut. 

 

Für die Erschließung des Gebäudes inklusive des Dach- und Kellergeschosses wird ein neues Treppenhaus angebaut. In diesem Anbau wird ein behindertengerechter Fahrstuhl integriert. Ein zweites Treppenhaus wird innerhalb des Bestandgebäudes neu errichtet. 

 

Das Dachgeschoss wird komplett neu ausgebaut. Es werden zwei Multifunktionsräume und Büroräume sowie ein behindertengerechtes WC entstehen.


 

Im 1. Obergeschoss sollen einige Räume umstrukturiert werden. Hier werden eine Küche, eine Werkstatt, ein Bewegungsraum, ein Gruppenraum und ein PC-Raum eingerichtet. Die bestehenden WC-Anlagen werden erneuert und etwas umstrukturiert 

 

Im Erdgeschoss wird die Nutzung der Räume weitestgehend gleichbleiben. Der große Saal erhält einen Vorraum und ein Stuhllager. Der Saal selber soll nach der Sanierung multifunktionaler nutzbar sein. Die von innen zugemauerten Fenster werden wieder frei gelegt. Die Empore vom Saal soll zukünftig als Ruheinsel dienen. 

 

Die große Sanitäranlage im Untergeschoss wird komplett saniert und durch ein weiteres behindertengerechtes WC ergänzt. Weitere Räumlichkeiten im Untergeschoss sind zwei Bandprobenräume und ein Tonstudio. 

 

Die Außenwände erhalten eine Innendämmung, um das jetzige Erscheinungsbild des Gebäudes im Stadtraum weitestgehend zu erhalten. Das vorhandene Graffiti an der Fassade muss leider entfernt werden und die Kellerwände werden mit einer Außendämmung versehen. In den meisten Räumen werden eine akustisch wirksame Decke und neue Bodenbeläge eingebaut. 

Im Zuge der Sanierung wird die technische Gebäudeausrüstung wie Heizung, Sanitär, Lüftung, Gebäudeautomation, Elektro und EDV erneuert. 

Das Baubudget beträgt 3.8 Mio. €. Der größte Anteil (2.7 Mio. €) wird über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz finanziert.
Die Bauarbeiten sollen im zweiten Quartal 2019 beginnen und voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen sein. 

 



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